Historie

Die Feuerwehr Hemme wurde offiziell am 23.04.1910 in "Thedens Gasthof" in Hemme gegründet.

Die ersten Mitglieder dieser Wehr waren:

A. Frauen       H. Thedens    W. Carstens        H. Lemke   A. Reese        H. Thießen
G. Reese        E. Bruhn        R. Huwald           D. Jebe      P. Thießen     H. Hinck
E. Dohrn        H. Bruhn        F. Olausson         P. Lützen    H. Untied      O. Will
H. Thendens  E. Obitz         J. Kruse              J. Bies        W. Schmidt    P. Kruse
J. Hansen      G. Preusler     A. Reifschneider 


Dort wurde anhand von Stimmzetteln der erste Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Hemme gewählt. Hierbei wurde der Hofbesitzer H. Thedens Hauptmann.

Zum Anfang besaß die Feuerwehr eine Handdruckspritze. Auf der Jahreshauptversammlung am 19. Dezember 1911 wurde beschlossen, das derjenige, der zuerst am Spritzenhaus mit seinen Pferden ankommt, eine Prämie erhalten soll. Ebenso wurde auf dieser Versammlung geschlossen, dass sieben Rauchbrillen beschafft werden sollen, damit man länger im Rauch stehen kann.

Die ersten Belege über eine Brandwehr reichen zurück ins 18. Jahrhundert, wo schon beschlossen wurde, dass eine Prämie ausgezahlt wird, wer die Spritze zuerst an die Brandstelle bringt.

Am 19. Mai 1942 wurde dann die erste motorisierte Spritze in den Dienst gestellt und die Handdruckspritze aussortiert. Auch hier wurde eine Prämie an denjenigen gezahlt, der als erster mit seinem Schlepper am Feuerwehrhaus ankam. Die erste große Belastungsprobe hatte diese Spritze, als sie am 27. Juli 1943 nach Hamburg geordert wurde. Dort ist nach einem Bombenangriff ein Großfeuer ausgebrochen und alle Spritzen aus der Umgebung wurden nach Hamburg gesandt.

Der erste motorisierte Vorspannwagen wurde am 1. November 1949 in den Dienst gestellt. Hierbei handelte es sich um einen Jeep, den die amerikanischen Besatzer nach dem Krieg in Hemme zurückgelassen haben. Das Fahrzeug wurde in Eigenleistung für feuerwehrtechnische Zwecke umgebaut. Nach der Indienststellung des Jeeps entfiel auch die Zahlung der Prämien. Außerdem wurden die Ausrückzeiten auch drastisch verkürzt, da man nicht mehr auf eine Möglichkeit, den Anhänger zu ziehen (Pferd oder Schlepper) warten musste.

Das erste Fahrzeug, in dem erstmals das komplette Löschmaterial untergebracht werden konnte, war ein VW T1. Dieser wurde ca. 1956 in den Dienst gestellt und löste damit den Jeep ab. Weiter Infos sind zu dem VW T1 nicht bekannt.

Ca. 1960 wurde das erste TLF (Ein Tanklöschfahrzeug mit 800 Liter Wasservorrat an Bord) in den Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug wurde vom Kreis Dithmarschen im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt. Dieses Fahrzeug bekam dann in den Folgejahren den Spitznamen "Oma".

1973 wurde von den Kameraden ein Schlauchanhänger gebaut. Damit konnten erstmals auch längere Strecken (24 Längen B-Schläuche oder 480 m) in einem Zug gelegt werden. Die Schläuche waren auf drei Paletten übereinander angeordnet.

 

Der VW T1 ist 1978 außer Dienst gestellt worden und durch ein TSF (Mercedes 308) ersetzt. Hierbei handelte es sich um ein Staffelfahrzeug (6 Personen). Zu diesem TSF kam dann der Schlauchanhänger. Zu der Ausrüstung dieses Fahrzeugs gehörte eine Tragkraftspritze mit VW-Motor, die erst 1992 durch eine neue leistungsfähigere Pumpe ersetzt wurde. 

Mit dem RW 1 (Unimog 1300 L) erhielt die Feuerwehr Hemme das dritte Einsatzfahrzeug zur technischen Hilfeleistung auf der neuen B 5. Damit war das alte für nur zwei Fahrzeuge ausgelegte Feuerwehrhaus zu klein. Erst ein Neubau bot genügend Platz für drei Fahrzeuge.

Nach über 40 Jahren Dienstzeit wurde das TLF 8/8 (Oma) durch ein neues TLF ersetzt. Am 11. Mai 1999 übergab die Gemeinde im Rahmen einer kleinen Feierstunde der Feuerwehr das neue TLF/S (Tanklöschfahrzeug mit Sonderaufbau und 2800 l Wasser). Neben der Standartbeladung eines TLF hat dieses Fahrzeug 100 l Löschschaum, einen fest eingebauten Schaum-Schnellangriff und eine Schnellangriffsleitung von 50 Meter Länge.

Ab März 2003 erleichterte ein selbstgebauter Löschmonitor mit einer Durchflussmenge von bis zu 1200 l Wasser pro Minute für die Einsätze im Großschadensbereich. Zur Bedienung reicht eine Person aus.

 


Im Sommer 2007 beschaffte die Gemeinde für das 29 Jahre alte Staffelfahrzeug das neue Gruppenfahrzeug TSF Mercedes 1222 (9 Personen). Den Wünschen der Wehr entsprechend verfügt dieses Fahrzeug neben der TS über eine Vorbaupumpe (16/8), Lichtmast, Ausrüstung für Atemschutz und viele andere Details. Damit ist dieses Fahrzeug ideal für schnelle Einsätze auf der B 5 geeignet. Bei Brandeinsätzen können sich zwei Atemschutzgerätegräger während der Fahrt ausrüsten.


Im Jahr 2008 stellte der Wehrführer Siegbert Peters bei der Gemeindevertretung den Antrag für einen Anbau am Gerätehaus. Nach einigen Sitzungen und Besichtigungen fiel im Oktober 2008 der Startschuß für den Neubau. Im Oktober 2009 wurde dann der fertige Anbau von der Gemeinde an die Feuerwehr übergeben.